Sporenspritze Koh Samui (Thai)
€15.00
Beschreibung
Eine der selteneren Sorten, die von der thailändischen Insel Koh Samui stammt und von dem bekannten Ethnomykologen John Allen entdeckt wurde. Produziert kurze Früchte mit fleischigen Stielen, die den Züchter mit ausgezeichneten Ernten verblüffen werden. Die Sporenspritzen enthalten 10 ml Sporensuspension, hergestellt aus 100% sterilen und lebensfähigen Pilzsporen. Jede Spritze enthält Millionen von Sporen.
Taxonomie und südostasiatische Feldforschung
Die Sporenspritze Koh Samui (häufig auch als Ban Hua Thanon oder Thai-Cubensis bezeichnet) basiert auf einer berühmten südostasiatischen Wildsammlung. Die Art Psilocybe cubensis wurde 1906 durch Franklin Sumner Earle dokumentiert und 1948 durch Rolf Singer validiert; die Einordnung erfolgt in die Familie der Hymenogastraceae (Matheny et al., 2006).
Der Stamm wurde 1991 von dem Ethnomykologen John W. Allen im Dorf Ban Hua Thanon auf der thailändischen Insel Koh Samui im Golf von Thailand gesammelt (Allen & Merlin, 1992; Stamets, 1996). In der mykologischen Dokumentation gilt Koh Samui als einer der am besten dokumentierten asiatischen Wildstämme, der für seine kompakten Fruchtkörperstrukturen und hohe Sporendichte in Sammlerkreisen geschätzt wird.
Sporenmorphologie und Laboranwendung
Im lichtmikroskopischen Präparat präsentieren sich die Sporen von Psilocybe cubensis var. Koh Samui als subellipsoide, dickwandige Einheiten mit glatter Oberfläche. Die Abmessungen bewegen sich im Bereich von 11,5–17,0 × 8,0–11,0 µm. Der apikale Keimporus ist gut definiert. Ein kompakter Sporenabdruck zeigt eine tiefviolette bis schwarzbraune Pigmentierung (Guzmán, 1983; Stamets, 1996).
Die 12 mL sterile wässrige Sporensuspension ist in einem Luer-Lock-Spritzenkörper verpackt. Das System garantiert die Keimfreiheit der Lösung und erlaubt mithilfe der sterilen Kanüle ein exaktes Übertragen von Mikrolitern auf Glasobjektträger unter sterilen Laborbedingungen (z. B. HEPA-Werkbank).
Rechtliche Bestimmungen in Österreich
Pilzsporen enthalten keine kontrollierten Substanzen im Sinne des österreichischen Suchtmittelgesetzes (SMG § 2 i.V.m. SV BGBl. II Nr. 374/1997). Der Handel, Erwerb und Besitz zu mykologischen Dokumentations-, Taxonomie- und Mikroskopiezwecken ist in Österreich rechtmäßig. Das Herstellen von Suchtmitteln durch Fruktifikation ist nach § 27 SMG strafbewehrt.
Hinweis
Die hier bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der Dokumentation der biologischen Vielfalt und mikroskopischen Forschung.
Weiterführende Informationen zur Mikroskopie und Sporenmorphologie finden Sie in unserem Mykologie-Leitfaden zu Sporen & Mikroskopie.
Ratgeber & Wissen
- Mykologische Forschungsmaterialien: Sporen, Mikroskopie und TaxonomieWissenschaftlicher Mykologie-Leitfaden: Sporenmorphologie von Psilocybe cubensis, Luer-Lock-Präparation, 10 Varietäten im Vergleich & Rechtslage in Österreich.
- Mushroom Growkit Anleitung: Mykologie, Substrate und Pflege-GrundlagenWissenschaftlicher Leitfaden zu Mushroom Growkits: Substratzusammensetzung, Rehydrierung, Temperatur, Luftfeuchte und rechtlicher Rahmen in Österreich.
- Amanita muscaria: Mykologie, Inhaltsstoffe und RechtsstatusMykologische Einführung zu Amanita muscaria: Ektomykorrhiza, Ibotensäure & Muscimol, Pantherina-Syndrom, Doppelgänger und Sammlerstatus in Österreich.
