Kava - Kava
Beschreibung
Kava-Kava (Piper methysticum) ist eine Pfeffergewächs-Art aus dem Südpazifik, die seit über 3000 Jahren fester Bestandteil der polynesischen und melanesischen Kultur ist. Traditionell wird die Wurzel zu einem zeremoniellen Getränk verarbeitet. Stammbaum Growshop Wien bietet ausgewählte Kava-Produkte aus nachhaltigem Anbau in geprüfter Qualität an. Entdecken Sie dieses traditionsreiche Gewächs in unserem Geschäft in Wien. Wirkstoffe und Qualität Die psychoaktiven Bestandteile von Kava (Piper methysticum) sind Kavalaktone — eine Gruppe von 18 Lactonen, von denen sechs Hauptvertreter (Kavain, Dihydrokavain, Methysticin, Dihydromethysticin, Yangonin und Desmethoxyyangonin) rund 96 Prozent der pharmakologischen Aktivität der Pflanze ausmachen. Der Kavalakton-Gehalt konzentriert sich in den Wurzeln und liegt je nach Pflanzenteil und Reife zwischen 5 und 15 Prozent. In der getrockneten Wurzel macht Kavalakton etwa 15 Prozent des Gewichts aus, begleitet von rund 43 Prozent Stärke, 20 Prozent Ballaststoffen und kleineren Anteilen an Zucker, Protein und Mineralstoffen. Herkunft und Sorten Kava stammt aus dem nördlichen Vanuatu und wird seit etwa 3 000 Jahren angebaut. Heute sind Hunderte von Kultivaren in der gesamten Südpazifikregion verbreitet (Vanuatu, Fidschi, Samoa, Tonga, Hawaii). Fachleute unterscheiden zwischen "noble" (edlen) Sorten für den regelmäßigen Gebrauch und "tudei" (Zwei-Tage-) Sorten, die nur zeremoniell verwendet werden. Der Staat Vanuatu reguliert den Export und erlaubt ausschließlich noble Sorten ab einem Pflanzenalter von fünf Jahren. Rechtliche Lage in der EU In der Europäischen Union ist Kava als Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel umstritten. Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur kam 2017 zu dem Schluss, dass das Nutzen-Risiko-Verhältnis für die orale Einnahme zur Behandlung von Angststörungen ungünstig ist, und erstellte keine EU-Monographie. In Deutschland widerrief das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 2002 die Zulassung kavahaltiger Arzneimittel; das deutsche Verwaltungsgericht hob dieses Verbot 2014 auf. In Österreich und anderen EU-Mitgliedstaaten ist der Verkauf von Kava als Lebensmittel derzeit nicht zugelassen — der Verkauf als Räucherware, Zierpflanze oder Sammlerobjekt ist hingegen rechtlich möglich. Traditionelle Zubereitung Traditionell werden 1,0 bis 1,5 Gramm getrocknete oder frische Kava-Wurzel mit 100 bis 150 Milliliter Wasser oder Kokosmilch vermengt, durch Tücher oder die Rinde des Meertamarindbaums (Hibiscus tiliaceus) filtriert und unmittelbar nach der Zubereitung getrunken. Hinweis Dieser Text dient ausschließlich der botanischen und kulturhistorischen Information. Er enthält keine Empfehlung zur Einnahme und keine Aussage zu Wirkungen. Bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an eine Ärztin oder einen Arzt.

