Mushroom Growkit Easy B+
€45.00
Beschreibung
Dieses Growkit basiert auf einer einfachen und bewährten Kultivierungsmethode. Bereiten Sie eine Kultivierungsbox vor, die in drei einfachen Schritten mehrere Ernten liefert. Erfordert nach dem Einrichten eine minimale Pflege. Alles was Sie tun müssen, ist die Pilze zu ernten und die Schachtel für den nächsten Zyklus zu gießen. B+ hat das Potenzial, riesige Pilze zu produzieren, die leicht 30 cm oder größer werden können. Eine der beliebtesten Sorten.
Art & Taxonomie
Das Mushroom Growkit Easy B+ enthält das Myzel einer Variante des Kubanischen Kahlkopfs (Psilocybe cubensis, Erstbeschreibung 1906 durch den US-Mykologen Franklin Sumner Earle in Kuba als Stropharia cubensis; 1949 vom deutsch-stämmigen Mykologen Rolf Singer in die heutige Gattung Psilocybe überführt). Die Art gehört nach der molekularphylogenetischen Reklassifikation von Matheny et al. 2006 zur Familie der Hymenogastraceae und ersetzt dort frühere Zuordnungen zu den Träuschlingsverwandten (Strophariaceae). Der Artname cubensis verweist auf den Typusfundort Kuba, der Gattungsname Psilocybe auf die altgriechischen Wurzeln psilós (kahl) und kubḗ (Kopf) und bedeutet sinngemäß "Kahlkopf". B+ ist eine in der Hobby-Mykologie etablierte Variante dieser Art; eine eigenständige wissenschaftliche Erstbeschreibung des B+-Stamms existiert in den enzyklopädischen Hauptquellen (Wikipedia EN/DE, Stammesregister) nicht, daher ist die Sortenbezeichnung als informelle Hobby-Variante zu verstehen. (Wikipedia – Psilocybe cubensis, Kubanischer Kahlkopf; Hymenogastraceae)
Kultivierung als Beobachtung
Als tropische Art wächst Psilocybe cubensis in der Natur auf dem Dung von Rindern, Wasserbüffeln und Pferden oder auf nährstoffreichen Weideböden und fruchtet in der Nordhemisphäre von Februar bis Dezember, in der Südhemisphäre von November bis April. Unter kontrollierten Bedingungen lässt sich die Art auf sterilisierter Körnerbrut (etwa Roggen) kultivieren, wobei das Myzel das Substrat innerhalb von rund vier Wochen vollständig durchwächst. Anschließend wird das durchwachsene Substrat in ein Bulk-Substrat (in der Hobbykultur üblich: Kokosfaser und Vermiculit) überführt; bei ausreichender Luftfeuchte, Temperatur und Frischluftzufuhr bilden sich innerhalb von rund vier Wochen Fruchtkörper. Eine 1985 in der Fachzeitschrift Mycologia veröffentlichte Untersuchung (Badham) hat gezeigt, dass die Transpiration und das Wachstum des Fruchtkörpers deutlich von der Luftfeuchte abhängen, während der Lichteinfall das Wachstum selbst nicht beeinflusst. (Wikipedia – Psilocybe cubensis, § Cultivation)
Wachstumsstadien
Wie alle Basidienpilze durchläuft auch Psilocybe cubensis unter dem Forschungsset die vier klassischen Stadien Spore → Myzel → Primordien → Fruchtkörper. Die Vermehrung beginnt mit mikroskopisch kleinen Sporen, die auf geeignetem Substrat zu einem dichten weißen Myzelgeflecht auskeimen. Aus diesem Myzel entwickeln sich zunächst winzige, knotenartige Primordien, die als Vorstufen der eigentlichen Fruchtkörper gelten. Unter den genannten Bedingungen reifen daraus innerhalb weniger Tage die charakteristischen Fruchtkörper mit Hut, Lamellen, Ring und Stiel heran. (Wikipedia – Psilocybe cubensis; Mushroom)
Rechtliche Lage in Österreich und der EU
Psilocybin und Psilocin — die namensgebenden Inhaltsstoffe des Kubanischen Kahlkopfs — sind nach dem österreichischen Suchtmittelgesetz (SMG, BGBl I 112/1997) und der Suchtgiftverordnung (SV, BGBl II 374/1997) erfasste Suchtgifte. Auf internationaler Ebene sind beide Substanzen im Übereinkommen der Vereinten Nationen über psychotrope Substanzen von 1971 (UN Convention on Psychotropic Substances) in Liste I (Schedule I) eingestuft. In Österreich sind Herstellung, Erwerb, Besitz und Weitergabe von Suchtgift nach § 2 SV grundsätzlich bewilligungspflichtig; eine Allgemeinbewilligung für Endkundinnen und Endkunden besteht nicht. Die Plattform Wikipedia (Übersicht Legal status of psilocybin mushrooms, Eintrag Österreich) formuliert die praktische Rechtslage so, dass der bloße Besitz und die Pilzernte geduldet werden, der Verkauf sowie das Anbieten oder der Zugänglichmachen hingegen als illegal gelten. In Deutschland sind Pilze, die Psilocybin oder Psilocin enthalten, seit Langem dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG, Anlage I) unterstellt, sodass auch der Besitz strafbar ist. Im übrigen EU-Raum ist die Rechtslage vergleichbar restriktiv. Das vorliegende Forschungsset wird ausschließlich zur Beobachtung des Myzel- und Wachstumsprozesses im Sinne eines Mykologie-Lernsets verkauft; eine Verwendung der Fruchtkörper als Suchtgift ist nicht Gegenstand des Angebots und wäre in Österreich wie in den meisten EU-Mitgliedstaaten strafbar. (RIS – SV; Wikipedia – Legal status of psilocybin mushrooms; Wikipedia DE – Kubanischer Kahlkopf)
Hinweis
Die obigen Angaben dienen ausschließlich der botanischen, kulturhistorischen und rechtlichen Information. Sie enthalten keine Empfehlung zur Verwendung des Pilzes und keine Aussage zu Wirkungen. Bei rechtlichen Fragen zur Situation im eigenen Land sowie bei gesundheitlichen Fragen wenden Sie sich an eine Rechtsberatung bzw. an eine Ärztin oder einen Arzt.


