Kanna | 10g | 25g |
Sceletium tortuosum
Syn.: Canna, Channa, Kougoed
zerkleinertes Kraut
Ursprung: Südafrika
unmittelbar von der Quelle fermentiert gänzlich naturbelassen und ohne Zusatzstoffe
Kanna ist eine traditionelle afrikanische Heil- und Rauschpflanze, die von den KhoiSan-Stämmen verwendet wird.
Sceletium tortuosum ist nicht nur Teil der spirituellen Tradition, sondern wird auch bei gesellschaftlichen Anlässen, zum Tanzen und für Trancezustände verwendet.
Kanna wird traditionell geschnupft oder als Tee zubereitet, kann aber auch geraucht oder geräuchert werden.
Ein halber Teelöffel Kanna-Pulver ist in gekauter Form empfehlenswert.
Ein vorgekauter Kaugummi kann in das Pulver gedrückt werden, um das Kauen des Pulvers zu erleichtern. Man kaut so lange auf dem staubigen Kaugummi herum, bis er wieder ganz klebrig ist, und wiederholt diesen Vorgang, bis der halbe Teelöffel verbraucht ist. Etwa 30 Minuten nach der Einnahme setzt die Wirkung ein. Bei dieser Dosierung und Konsumform ist sie beruhigend, angstlösend und sorgt für Heiterkeit. Eine Dosissteigerung auf bis zu zwei Gramm lässt die euphorisierende Wirkung stärker hervortreten.
Bei Vorliebe für die gerauchte Variante, mische man diesen halben Teelöffel mit rauchbarem Pflanzenmaterial. Das Pulver lässt sich zum Beispiel in eine Zigarette einarbeiten. Um dies zu erreichen, streut man etwas Pulver auf Tabak oder eine andere Pflanze, die sich gut zum Rauchen eignet, wie etwa Eibisch. Die Wirkung setzt hier etwas schneller ein. Aufgepasst: Diese Pulver sind nur schwer zu rauchen. Das Mischverhältnis ist wichtig - es kann sinnvoll sein, den halben Teelöffel auf zwei oder drei Zigaretten aufzuteilen.
Für Kandidaten mit einer konventionellen Einstellung stellt die Tee-Form eine Option dar, bei der bis zu zwei Gramm Kanna-Pulver mit Wasser vermengt werden.
Die gewünschte Menge Pulver wird mit heißem Wasser übergossen, einige Minuten ziehen gelassen und dann zusammen mit dem Pulver getrunken. Die Wirkung tritt wie beim Kauen nach etwa einer halben Stunde ein.
Für Schnupfer ist ein sparsamer Umgang mit dem Pflanzenextrakt ratsam: Es sollten nur geringste Mengen verwendet werden. Eine Messerspitze kann bereits genügen. Da verschiedene Extrakte existieren, sollte man behutsam vorgehen. Selbst eine winzige Menge kann die Schweißproduktion ankurbeln. Kurze Zeit später breitet sich eine Hochstimmung aus, und Berührungen können intensiver empfunden werden. Wenn die euphorische Wirkung nachlässt, entwickelt sie sich hin zu einer tiefen Entspannung. Die Extrakte sind für den täglichen Gebrauch geeignet.
Sceletium Tortuosum wirkt als selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und sollte nicht zusammen mit Monoaminoxidase-Hemmern (MAO-I) wie Peganum harmala, Banisteriopsis Caapi und Yohimbe eingenommen werden.
Traditionelle Anwendung: Schnupfen, Verdampfen, Kauen, Tee (1/2–1 TL)
